Blogbeitrag
31 | 05 | 2012
Das Tagebuch von Santorini
Geschrieben von Ernst Hobscheidt um 22:42 Uhr
Ein Bericht von Hannelore Kelle
Foto – Urlaub auf Santorini vom 09.05. bis 16.05.2012
Um 5.45 Uhr treffen wir uns am Flughafen Düsseldorf. Wir, das sind Ernst Hobscheidt , Helga und Reinhold Berenskötter, Günter Richter, Rudolf Hambusch, Hannelore und Walter Kelle vom FOTOFORUM OWL.
Wir checken ein für den Flug um 8.15 Uhr nach Nürnberg. An Bord gibt es ein alkoholfreies Getränk nach Wahl. Pünktlich um 9.15 Uhr erreichen wir Nürnberg. Und fliegen um 10.40 Uhr weiter nach Santorini. Zur Stärkung bekommen wir ein Getränk und ein Sandwich. Um 14.20 Uhr landen wir auf Santorini. ( Hier ist es schon eine Stunde später als zu Hause).
Es ist sehr warm und sonnig. Alles wirkt sehr trocken und grau. Ein Bus bringt uns nach IMEROVIGLI. Von zwei Hotelboten werden wir abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Die Appartements liegen am Hang, sind zu einem Teil wie Höhlenwohnungen in den Fels gebaut und über viele verwinkelte Treppen zu erreichen. Wir haben 3 Appartements in etwa gleicher Höhe nebeneinander, nur Rudolf wohnt in THIRA (weil er später gebucht hat). Alle Appartements sind sauber, gemütlich, mit Bad, Fernseher und einer kleinen Küchenzeile mit Kühlschrank ausgestattet. Vor jeder Wohnung befindet sich ein Balkon mit Tisch, zwei Stühlen und Sonnenschirm.
Alle Häuser sind weiß gestrichen mit blau/grünen Fensterrahmen und Türen. Die Treppen sind ebenfalls weiß mit grauen Trittflächen. Nach dem Auspacken und kurzer Pause ( es sind hier 27o) unternehmen wir einen kleinen Erkundungsgang und kaufen Wasser und Kekse ein. Für das Abendessen hat Ernst das Restaurant AVERNE ANESTI vorgesehen mit richtig guter griechischer Küche. Rudolf ist mit dem Linienbus von THIRA dazugekommen. Der Wirt war einige Jahre in Deutschland und spricht ziemlich gut deutsch. Da keiner von uns griechisch spricht und hier selten jemand deutsch spricht, findet die allgemeine Konversation in englischer Sprache statt. Es wird ein gemütlicher Abend und wir haben viel Spaß. Auf dem Heimweg ist es dann kühl und etwas windig, denn es sind nur noch 19 o.
Donnerstag, 10.05.2012.
Wir haben alle gut geschlafen. Es sind nur 16o und es ist ein bisschen diesig. Bei Hanne und Walter klappt es mit dem Duschen nicht, das Wasser ist kalt. Alle anderen haben warmes Wasser. Für diese Appartements am Hang gilt Room-Service, d. h.: abends einen Wunschzettel für das Frühstück ausfüllen und bis 20.00 Uhr auf dem Balkon deponieren. Morgens serviert dann Wladimir, unser Hotelboy, das Frühstück auf dem Balkon. Wir klagen ihm unser Leid mit dem kalten Wasser. Für ihn kein Problem. Er legt im Sicherungskasten 2 Hebel um und sagt, dass wir in 15 Minuten duschen können. Also frühstücken wir erst. Dieses Frühstück ist sehr reichlich mit Käse -Toast, Brot hell und dunkel, Kuchen, Kaffee, Saft, Obstsalat, Joghurt mit Nüssen, Butter, Marmelade und Honig. So ein Frühstück auf dem Balkon in der Sonne, inzwischen sind es schon 23o, und dann diese Aussicht von hier oben auf die Bucht mit dem blauen Wasser – einfach traumhaft. Der Himmel hat das bekannte, intensive griechische Blau.
Nach dem Frühstück wandern wir nach THIRA. Es gibt dauernd interessante Motive zu fotografieren. Das Wetter ist klar und sonnig, einfach fantastisch. Dieses Licht bringt die Kontraste der weißen Häuser vor den grauen Bims- und dunklen Lavafelsen besonders zur Geltung. In THIRA treffen wir auch Rudolf. Ernst schlägt vor, dass wir am Freitag eine Bootstour machen. Im Touristbüro handeln wir einen Sonderpreis für 7 Personen aus – statt 34,00 € nur 30,00 € pro Person. Rudolf hat für das Mittagessen schon ein Restaurant gefunden. Nach dem Essen fahren wir 6 mit dem Linienbus (1,60 € pro Person) zurück nach IMEROVIGLI. Zum Abendessen gehen wir in die TAVERNE ANESTI. Nachts wird es wieder kühler 17,5 o.
Freitag, 11.05.2012
Frühstück auf dem Balkon mit Sonne bei 23,5o. Heute steht die Bootstour auf dem Plan. Der Bus soll uns um 9,50 Uhr an der Bushaltestelle abholen – aber er kommt nicht. Um 10.25 Uhr ruft Ernst bei Maria im „KAMARI–TOURS“ - Büro an. Sie sagt zu, dass der Bus in 10 Min. kommt. Ja, dann kommt ein kleiner Bus – der Busfahrer sieht sich die Fahrquittung an und telefoniert. Er wird sehr laut und klingt sehr böse. Wir verstehen nichts. Dann können wir einsteigen und es geht los. In THIRA wechseln einen größeren Bus. Nach einem Zwischenstop in PYRGOS ( es steigen noch Leute zu) geht es dann über die vielen, sehr scharfen, engen Serpentinen hinab zum ATHINIA PORT. Reiseleiterin Tanja begrüßt uns und wir besteigen unser Boot mit Namen JASON für den heutigen Ausflug.
Zuerst besuchen wir die Insel NEA KAMENI. Auf dieser Insel kann man noch 2 Vulkankrater besichtigen. Einer davon ist noch schwach tätig und produziert an mehreren Stellen heiße Schwefeldämpfe. Der Aufstieg ist sehr steil, sehr geröllig und die Sonne meint es sehr gut. Ernst steigt mit den Mutigen hinauf zu den Kratern. Er zeigt immer wieder auf Motive und interessante Ausblicke zum Fotografieren. Nach kurzer Strecke streiken Hannelore und Walter und fotografieren von dieser Höhe aus. Um 13.00 Uhr geht es mit dem Boot weiter zu den HOT SPRINGS auf der anderen Seite der Insel. Schon als das Boot um die Felskante herumfährt, kann man sie riechen – herber Schwefelgeruch weht uns entgegen. Wer möchte, kann jetzt vom Boot aus schwimmen. Einige nutzen diese Gelegenheit, aber sie müssen schon dicht bis zur Felskante schwimmen bis sie das wärmere Wasser erreichen.
Weiter geht die Fahrt zur Insel THIRASIA. Am Anleger stehen einige kleine Häuser, überwiegend Restaurants, eine ehemalige Windmühle und eine kleine Kirche. Wer möchte kann zu Fuß oder per Esel zur Inselspitze hinaufsteigen. Oben befinden sich aber nur einige einsame Häuser. Wir ziehen es vor, in einem der Restaurants unser Mittagessen einzunehmen. Es ist alles sehr lecker und frisch. Um 16.30 Uhr gehen wir wieder an Bord und fahren weiter nach OIA, am Ende der Insel SANTORIN. Unterwegs kreuzen wir die Heckwellen einer Fähre. Unser Boot schaukelt gewaltig.
Im Hafen von OIA , unten an der Steilküste verlassen wir das Boot. Nun geht es steil in Serpentinen nach OIA hinauf – 258 Stufen. Ernst, Reinhold, Günter und Rudolf sind mutig und gehen zu Fuß. Helga, Hannelore und Walter wählen für 5,00 € pro Person den DONKEY – Ritt. Dazu gehört aber auch Mut, denn diese Viecher sind sehr eigensinnig und stur und werden von ihren Hirten unbarmherzig angetrieben. Die Reiter sind etwas früher oben. Als die Fußgänger ankommen, sind sie ziemlich kaputt und brauchen erst einmal eine Labung in Form von Wasser oder Kaffee. Wir wandern durch die Gassen bergauf und bergab und finden sehr viele schöne Motive zum fotografieren. Es ist geplant, dass wir den berühmten Sonnenuntergang fotografieren wollen. Doch der griechische Petrus ist uns nicht hold – er zieht dichte Wolken vor die Sonne. So treffen wir uns mit anderen enttäuschten Fotografen und unserer Reiseleiterin und fahren zurück nach IMEROVIGLIi. Unsere Truppe geht noch in die Taverne zum Abendessen, bis auf Hannelore und Walter, die nach etwas Brot, Käse und Bier müde ins Bett fallen.
Samstag, 12.05.2012
In der Nacht hat es etwas geregnet. Am Morgen ist es dann wieder schön aber nur 17,5 o. Da alle ein bisschen kaputt sind, werden wir heute nicht wie geplant zu Fuß nach OIA wandern. Wir machen einen Faulenzertag, mal auf dem Bett, mal auf dem Balkon. Der Blick von hier oben ist ja auch immer wieder interessant. Heute liegen sogar 5 große Kreuzfahrtschiffe in der Bucht. Da muss wohl in THIRA ein dichtes Gedränge herrschen. Am Nachmittag unternehmen wir noch einen kleinen Gang dicht an der Caldere entlang in Richtung OIA und fotografieren. In einer kleinen Bar mit Superblick auf die Bucht genießen wir einige Getränke. Zum Abendessen gehen wir wieder in die TAVERNE ANESTI. Auf dem Heimweg sind es immer noch 22 o.
Sonntag, 13.05.2012
Wir haben gut geschlafen. Auf dem Balkon sind es schon 20o. Nach dem Frühstück fahren wir um 10.20 Uhr mit dem Linienbus nach OIA. Wir wandern auf und ab durch die Gassen bis zu den ehemaligen Windmühlen. Im Cafe brauchen wir erst mal etwas zu trinken. Dann geht es zurück, vorbei an der Burgruine ins Zentrum. Die Kirche ist schon von außen sehr schön, aber innen ist die Ausstattung überwältigend. Sie ist mit Ikonen, Bildnissen und Heiligenfiguren übersät. Hier darf man sogar fotografieren. Dann geht es weiter. Günther freut sich schon auf Torte und Kaffee, denn wir hatten schon beim letzten Besuch ein Cafe mit tollen Torten entdeckt. Also, auf die Dachterrasse und in Torte schlemmen. Hier in OIA gibt es viele Geschäfte mit schönen Kunstartikeln. Es gibt immer wieder tolle Fotomotive und Ernst wird nicht müde, uns darauf aufmerksam zu machen. Um 15.30 Uhr nehmen wir den Linienbus zurück nach IMEROVIGLI. Wir brauchen wieder ein bisschen Zeit zum Verschnaufen. Nach dem Abendbrot versuchen wir einige Aufnahmen vom Sonnenuntergang und nutzen anschließend die „Blaue Stunde“, um von der Kirche aus, die etwas höher als unser Quartier liegt, einige HDR-Aufnahmen zu machen.
Montag, 14.05.2012
Wir haben wieder Sonne und eine klare Sicht und um 8.00 Uhr schon 20,6 o auf dem Balkon. Nach dem Frühstück nehmen wir um ca. 10.00 Uhr den Linienbus nach THIRA. Hier nehmen wir den Linienbus nach PYRGOS. Wir steigen hinauf zu der Burgruine und den Kirchen. Von oben hat man einen weiten Blick über SANTORINI. Auch hier finden wir immer wieder viele Fotomotive = die weißen Häuser und blauen Kirchenkuppeln, von denen es auf der Insel viele gibt. Bis der Bus um 13.30 Uhr zurückfährt, erfrischen wir uns noch bei Cola, Saft und Wasser. Über THIRA geht es zurück nach IMEROVIGLI. Es ist sehr warm , ca. 30o. So gönnen wir uns ein Päuschen. In der Bucht liegen heute nur 3 Kreuzfahrtschiffe. Nach dem Abendessen, wieder in der TAVERNE ANESTI, hat es sich auf 19o abgekühlt. Nebelschwaden ziehen von der Bucht über die Insel. Zeitweise verdecken sie kurzfristig sogar Felsen, Kirchen und Häuser. Wladimir erklärt uns, dass kommt häufiger vor. Wenn es warm war und sich dann abkühlt, bilden sich Nebel, die vom Wasser heraufziehen. Es wird auch windiger. So sind wir alle früh im Bett.
Dienstag, 15.05.2012
Die ganze Nacht hat es tüchtig gestürmt, aber jetzt am Morgen scheint wieder die Sonne bei nur 18,6 o. Heute ist Frühstück auf dem Balkon nicht möglich – schade – aber im Appartement ist es ja auch gemütlich. Nach dem Frühstück wandern wir über FIROSTEFANI nach THIRA. Wir müssen gut auf unsere Mützen achten, sonst nimmt der Wind sie mit. Wir besichtigen und fotografieren die Kath. Kirche und wandern treppauf, treppab durch die Gassen. Hier liegt ein Geschäft neben dem anderen: Juweliere, Schmuck- und Souvenirläden, Restaurants, Cafes und Eisdielen. Unser Mittagessen in Form von Spagetti ist nicht gut. Wir beschweren uns und bekommen unser Geld zurück. Dann teilen wir uns auf. Rudolf geht in sein Hotel in THIRA; Helga und Reinhold wollen noch einen Geschäftsbummel machen. Ernst, Günther, Walter und Hannelore wandern zurück nach IMEROVIGLI. In FIROSTEFANI am MULIN-CAFE überkommt uns Kaffeedurst. Wir gehen hinein. Es ist eine ehemalige Windmühle und sehr schön eingerichtet mit weißen Möbeln und weißen und grünen Kissen. Ernst, Günther und Hannelore bestellen Cappuccino, Walter einen Filterkaffee. Dazu bekommen wir 4 kleine Stückchen Kuchen und jeder ein großes Glas Wasser. Hier sitzt man sehr gut und hat eine fantastische Aussicht. Zurück im Quartier sind es immer noch 22 o auf dem Balkon, aber es stürmt sehr. Allerdings kühlt es sich ziemlich ab und um ca. 22.00 Uhr sind es nur noch 17,5
Mittwoch, 16.05.2012
Der Wind hat die ganze Nacht gewaltig getobt. Also gibt es Frühstück wieder im Appartement. Jetzt am Morgen sind es nur 16o, aber die Sonne scheint wieder. Nach dem Frühstück heißt es dann Koffer packen. Um 12.30 Uhr werden wir hier vom Appartement abgeholt, denn unser Bus zum Flughafen kommt um 12.45 Uhr. Wir checken ein und haben nun noch viel Zeit. Dieser Flughafen ist unvorstellbar schmutzig und ungepflegt. Um 15.05 Uhr startet unser Flieger nach Nürnberg. Der Flug nach Düsseldorf soll um 18,45 Uhr weitergehen. Lt. Ansage verschiebt er sich um 35 Minuten. Tatsächlich starten wir dann erst um 19.30 Uhr und kommen um 20.20 Uhr deutscher Zeit in Düsseldorf an. Wir sind froh, dass auch unser Gepäck komplett und unbeschädigt anrollt. In getrennten Autos treten wir die Heimreise an.
Es war ein schöner Urlaub mit sehr schönem Wetter, vielen Eindrücken und sehr harmonischem Zusammensein.
Unser Hotel war prima, auch dank der netten Fürsorge und Betreuung durch den Hotelboy Wladimir.
Besonderer Dank gilt aber Ernst für die gute Vorbereitung, die Hotelwahl und die stets gute Betreuung.
Hannelore Kelle, Mai 2012
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